
Heute sollte es eine lange Bergtour werden. Ich fuhr mit dem Bus auf den Rickenpass, respektive zum Dorf Ricken auf 786 Höhenmeter. Ich wusste nicht, wie lange ich effektiv unterwegs sein würde und wie weit heute meine Kondition reichen sollte. Ich startete gemütlich und nahm es wie es kam. Der erste Gipfel des Regelstein auf 1300 Höhenmeter war jedoch schon bald erreicht. Ich fühlte mich immer noch frisch. Von da an ging es wieder 100 Höhenmeter runter. Einige Kilometer weiter stand ich dann auf dem Gipfel des Tanzboden. Nach dem Gipfelrast kehrte ich noch in das etwas unterhalb gelegene Bergrestaurant ein, um den Durst zu löschen. Mit frischer Energie wanderte ich weiter zum Wandfuss des Speer. Ich recherchierte im Internet die Schwierigkeit der Speerüberschreitung. Ich las das Wort Kletterweg, was das auch immer heissen sollte. So stieg ich in das Abenteuer ein. Eigentlich bestand der Kletterweg vor allem am Hochziehen an Stahlseilen über die glitschigen Nagelfluhfelsen. Ich empfand es nicht sehr schwierig, es war aber verboten, die Stahlseile beim Hochziehen loszulassen. Bereits kurze Zeit später stand ich glücklich auf dem Gipfel. Der Abstieg führte im T3-Gelände ostseitig um den Gipfel des Mattstocks herum. Nach total 22 km und 1700 Höhenmeter Aufstieg gönnte ich mir dann oberhalb von Amden ein grosses Bier, bevor ich die letzte Sesselliftfahrt nutzte, um nach Amden runterzufahren und mit öV nach Hause zu fahren. Schwierigkeit: T5.
02.06.2023