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Lappland und Skiferien in Åre

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Nach Silvester reiste ich mit dem Flugzeug nach Kiruna, welches ganz im Norden Schweden liegt. Bereits der Flugplatz ist ein Highlight. Der Landeplatz liegt irgendwo draussen im Schnee und die Gepäckabholstelle ist ein kleines Hüttchen, das zuerst mit einem kurzen Marsch erreicht werden muss. Ich verbrachte insgesamt vier Tage in Lappland und nächtigten in Kiruna - zusammen mit Annika und Carina, zwei Deutschen Mädels und Ben, einem Kollegen aus Österreich. Ben lernte ich durchs Klettern in Stockholm kennen.

Am ersten Tag besichtigen wir das Eishotel in der Nähe von Kiruna. Die in Eis gehauenen Zimmer waren beeindruckend. Jeder Künstler hatte sein eigenes Zimmer entworfen. Das Zimmer kann übrigens gemietet werden. Für die Wärme auf dem Eisbett sorgt ein dickes Fell. Auch eine Eisbar gehörte zu einem richtigen Eishotel.



Am nächsten Tag führte uns der Zug noch viele Kilometer nördlicher, ganz zuoberst nach Schweden - nach Abisko. In Abisko ist im Winter alles ausgestorben. Dies hielt uns jedoch nicht davon ab, die beeindruckende Landschaft hautnah zu erleben und winterwandern zu gehen. Es war nicht mal so kalt - ohne Wind so etwa -15° C. Für mich persönlich waren die vielen Berge hier faszinierend. Es sind die Höchsten in ganz Schweden. Ich hatte bisher in meinem Schwedenaufenthalt noch keinen Berg gesehen, so dass ich etwa hundertmal auf den Fotoauslöser drücken musste.



Es folgte eines der Highlights - das Hundeschlittefahren. Am Morgen wurden wir vom Guide abgeholt und fuhren etwa eine halbe Stunde in die Pampas raus. Damit wir nicht erfroren, erhielten wir einen speziellen Anzug und durften uns spezielle Handschuhe und Mütze auswählen. Immer zu zweit durften wir einen eigenen Schlitten steuern. Der eine steuerte beim Stehen und der andere sass vorne auf dem Schlitten. Ich bildete mit Annika ein Team. Als wir die Hunde aus den Käfigen holten, waren diese aggressiv, sie wollten endlich losrennen. Das Stillhalten des Schlittens erforderte auf dem Eis erstaunlich viel Kraft. Die Reise führte uns durch Wälder und vereiste Seen, einfach gigantisch. Dies dauerte etwa zwei Stunden. In der Hälfte wechselten wir die Rolle. Mit dem Fahrtwind war es teilweise unangenehm kalt. Schwierig zu sagen, wie kalt es war, aber -25° C hat es sich schon angefühlt. Zum Abschluss der Tour wärmten wir uns in einem Hüttchen am Feuer auf. Der Guide servierte uns eine Elchsuppe. Direkt nach der Heimfahrt besuchten wir noch die grösste unterirdische Eisenerzmine der Welt in Kiruna. Das ist auch der Grund, weshalb in den nächsten Jahre die ganze Stadt umgezogen wird. Ein gewaltiges Unterfangen.

Am letzten Tag unserer Lapplandreise tummelten wir uns in Kiruna herum und besichtigen unter anderem die Kirche und das Ratshaus (City Hall).



Mit dem Nachtzug fuhr ich von Kiruna direkt nach Åre. Der Schlaf war nicht gerade super. Bis ich endlich nach zwei Uhr den Schlaf mit einem Auge fand, musste ich um fünf Uhr bereits wieder umsteigen. Åre liegt in Mittelschweden an der Grenze zu Norwegen. Ich kam da morgens nach 9 Uhr an und mietete gleich die Skier. Das Gepäck stellte ich ein. Ich traf meine Kollegen auf der Skipiste. Wir wohnten zu zehnt in einem Ferienhaus, welches wir gemietet hatten. Es waren alles Kollegen und Kolleginnen, die ich während der Studiumszeit in Stockholm kennengelernt hatte. Die meisten waren aus Deutschland, aber auch Vertretungen aus Frankreich, Italien und Finnland waren präsent. Nach dem Skifahren kam jeweils das Après-Ski Leben nicht zu kurz und auch am Abend vergnügten wir uns ab und zu im Zentrum. Nach fünf Tagen Skifahren mietete ich für einen Tag das Snowboard. Nach vier Jahren Abstinenz war es für mich das erste Mal, dass ich wieder auf dem Snowboard stand und es ging überraschend gut. Die Turns hatte ich gleich wieder im Griff und gegen Schluss konnte ich bereits wieder zum "One Eighty" ansetzen und (mit ein paar Stürzen) "Faky" fahren, wenn auch nicht allzulange. Das hat gefegt :-)
Landschaftlich war Åre ein Traum. Nicht so steil, wie wir es in der Schweiz gewohnt sind, dafür weitläufige Landschaften mit offenen Wäldern und Seen. Die ganze Woche war unvergesslich und wird zur Wiederholung empfohlen.