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Piz Surgonda (GR, 3195m)
Bild: Gipfel in der Mitte



Vom Hotel La Veduta auf dem Julierpass starteten wir unsere Etappe mit dem Ziel Piz Surgonda und die Chamanna Jenatsch, wo wir für zwei Nächte reserviert haben. Wir peilten direkt das einsame Tal Richtung Fuorcla Alva an. Die ersten 100 Höhenmeter folgen noch mehr oder weniger dem Hüttenweg zur Chamanna Jenatsch (oder als zweite Variante etwas oberhalb davon). Den Abzweig in das erwähnte Tal verpassten wir irgendwie wegen des hohen Grases und mussten deshalb ein paar Höhenmeter weglos meistern, bis wir wieder in die Wegspur gelangten. Etwas vor der Fuorcla Alva wechselt die schöne Graslandschaft in eine steinige Mondlandschaft. Jedoch waren die Felsen und Steine von ganz unterschiedlicher Farben, wie ich es selten zuvor gesehen habe. Kurz vor der Fuorcla Alva zweigten wir weglös nach links ab, so dass wir direkt den Pass unterhalb des Piz Surgonda Südgrats oder besser gesagt Rücken erreichten. Eine vorhandene Wegspur führt durch die steile schuttige Südwestflanke hoch zum Ostgipfel. Nach der Gipfelpause dachten wir zuerst an den direkten Abstieg zur Fuorcla d'Agnel, aber da wir das Gelände nicht kannten und wir auf der Karte nicht sahen, ob es Felsstufen dazwischen hat, haben wir einen Umweg mit gut 200 Höhenmeter Ab- und Wiederaufstieg in Kauf genommen. Im Nachhinein wäre die Abkürzung machbar gewesen. Von der Fuorcla d'Agnel war es noch ein kurzweiliger und felsiger Abstieg zur Jenatschhütte. Schwierigkeit: T3+.
30.07.2018