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Poncione di Piotta (TI, 2440m)
Bild: Gipfelblick nach Süden



Am Anreisetag fuhr ich mit Zug und Bus nach Moleno zwischen Biasca und Bellinzona und stieg durch das wilde und langgezogene Valle di Moleno auf zur Selbstversorgerhütte Alpe Lèis. Die ersten 1200 Höhenmeter bewegen sich fast ausschliesslich im Wald. So freut man sich, wenn man langsam zur Waldgrenze stösst. Ehe ich beim letzten Mal vorzeitig das Tal verliess und zur Alpe di Gariss aufstieg, wanderte ich diesmal bis fast ans Ende des Tals. Die Selbstversorgerhütte Alpe Lèis auf 1800 m bietet viel Komfort und eine weitreichende Aussicht. Zur Überraschung war ich nicht mal alleine und genoss die Gesellschaft mit den zwei urchigen Schweizern.
Am Gipfeltag zog es mich ziemlich direkt hoch zur gleichnamigen Bocchetta di Leis. Zwischendurch war es ein Gewühl durch das hohe Gras. Einmal erschrak ich kurz als ich mich an einem vermeintlichen Ast hochziehen wollte. Der Ast verschwand dann blitzartig im hohen Gras: Es war eine Schlange gewesen. Vor der Bocchetta (Pass) traf ich auf die bekannte Via alta della Verzasca, welche weiss-blau-weiss markiert ist. Dieser folgte ich bis zum Gipfel des Ponciona di Piotta. Es war eine angenehme Kraxeltour, etwas leichter als ich erwartet hatte. Nach dem Gipfelrast nahm ich wieder den selben Weg zurück zur Bocchetta und folgte der VAV bis zur Bocchetta Cazzane und weiter zur Capanna Borgna. Die Schlüsselstelle der heutigen Tour lag meines Erachtens zwischen der Bocchetta Lèis und Cazzane. Nach dem Löschen des Durstes in der Hütte stieg ich runter ins Verzascatal nach Vogorno. Der letzte Teil des Abstiegs erfolgt eindrücklich an der Seite einer Schlucht und wildem Gewässer, welcher sogar wenige Zentimeter neben dem Wasser des auslaufenden Beckens durchführt. Schwierigkeit: T5.
20.09.2015