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Dossen (BE, 3138m)
Bild: Blick zur Wetternhorngruppe



Von der Rosenlaui her nahmen Reto und ich den immer wieder eindrücklichen alpinen Bergweg zur Dossenhütte unter die Füsse. Der Hüttenweg ist einer der abwechslungsreichsten, den ich kenne und lässt sich in drei Etappen gliedern: Grüne Vegetation mit Rosenlauischlucht, Moräne und Felskraxeln (T4). Vor allem der Felskraxelteil bedarf wegen seiner Ausgesetztheit grösserer Vorsicht, insbesondere beim Abstieg, wenn man bereits eine Gipfeltour hinter sich hat. Nach dem Einrichten in der Hütte stiegen wir noch ein Stück des Dossengrates hoch, um die ersten Meter zu begutachten. Nach dem Nachtessen bestaunten wir den Prachtssonnenuntergang auf der Hüttenterrasse.

Gegen 6 Uhr startete unsere Tour über den Dossengrat. Der erste Teil bis zum Sattel ist klettersteigähnlich eingerichtet. Seilfrei wäre in disem Stück auch gut möglich. Der zweite Teil vom Dossensattel zum Gipfel ist etwas anspruchsvoller (II, Stelle III). Wir genossen die herrliche Sicht auf dem Gipfel und kletterten bald wieder den Dossengrat runter zurück zum Sattel. Bei guten Bedingungen, wenn nicht allzu viel weicher Schnee in der Flanke liegt, kann als Alternative über den "Bandweg" abgestiegen werden (etwas schneller). Den Rest zur Hütte nahmen wir über das Firnfeld in Angriff. Dieses wartete mit perfektem Trittschnee auf und lud zum "runterfahren" ein. Nach einer längeren Hüttenpause stiegen wir wieder den Hüttenweg ab zur Rosenlaui. Schwierigkeit: WS (Klettern 2, Stelle 3).
05.07.2015