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Mont Blanc de Cheilon (VS, 3870m)
Bild: Ostgrat (rechts), Normalroute (links)



Für den Bericht der 1. Etappe der Tour auf die Pigne d'Arolla lese hier.

Nach einer kurzen Fotopause auf dem Pigne d'Arolla ging es weiter, zuerst zum Col du Brenay und dann zum Col de la Serpentine. Hier beginnt der steile Firnaufschwung bis zu Punkt 3819, wo dann zum Fels gewechselt wird. Dank dem guten Trittschnee stellte der Firnaufschwung keine grösseren Schwierigkeiten dar. Es folgte die Kletterei am Ostgrat des Mont Blanc de Cheilon. Zuerst aber musste ein Turm entweder abgeseilt oder zu Fuss umgehend abgestiegen werden. Wir wählten Letzeres. Dank den guten Verhältnissen war dies ohne Probleme möglich und bedeutete weniger Zeitaufwand. Bei der Ostgrat-Kletterei wendet man sich am besten immer nahe an die Kante. Spuren führten bereits am Anfang des Grates rechts in den Hang hinein, was aber nicht so viel Sinn macht. Der Ostgrat ist Plaisir-Kletterei pur. Der Fels ist überraschend kompakt und die Schwierigkeiten befinden sich maximal im 3. Grad. Oben auf dem Gipfel war es ziemlich warm und wir genossen den Gipfel für uns alleine. Beim Abstieg über die Normalroute (Südwestgrat) befindet sich im oberen Teil eine kurze steilere Abkletterstelle, ansonsten kann alles am kurzen Seil zu Fuss bis zu Punkt 3827 abgestiegen werden. Wir stiegen über den Gletscher bis zu Punkt 3496 und dann über die Felsen (etwas suchend) auf das Gletscherplateau und weiter zum Col de Cheilon. Von dort wanderten wir zur Cabanne des Dix und gönnten uns eine ausgiebige Pause, bevor wir über den Pas de Chèvre nach Arolla liefen. Beim Pas de Chèvre standen wir übrigens noch eine Weile im Stau, denn es befindet sich eine luftige Leiter, an der sich eine Gruppe vor uns viel Zeit liess. Der Wanderweg nach Arolla war gespickt von schönen Blumen, inklusive Edelweiss.
Fazit: Die heutige Tour war für mich eine der Schönsten, die ich erleben durfte. Es war alles vorhanden, von Gletscher-, steileren Firn- und Felskletterpassagen bis hin zu landschaftlich schönem Wandergelände. Schwierigkeit: ZS- (III).
14.08.2013