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Piz Kesch (GR, 3418m)
Bild: Von Keschhütte aus



Gestartet sind wir in Madulain, nachdem wir unsere lange Zugfahrt dort beendet haben. Gemütlich sind wir zur Chamanna d'Es-cha hochgewandert, welche landschaftlich einmalig gelegen ist. Der Aufstieg zur Hütte nahm uns etwa drei Stunden in Kauf. Wir hatten noch mehr als genug Zeit, um vor der Hütte das Panorama in Richtung Berninagebiet zu geniessen.

2. Tag: Nach einer nicht allzulangen Nacht starteten wir im Morgengrauen in Richtung Gipfel. Der Horizont leuchtete in einmaligen Farben, welche das frühe Aufstehen mehrfach belohnte. Die Keschnadel wurde bald von den ersten Sonnenstrahlen beschienen. Nach etwas Alpinwanderung (Weg mit Ketten gesichert) gelangten wir bald auf die Porta d'Es-cha. Dort stiegen wir auf den Vadret da Porchabella ab und seilten uns für das kürzere Gletscherstück an. Das Dessert kommt dann bald, indem man am Schluss den kurzen Felsgrat (Schlüsselstelle 2+) hochsteigt. Die Tour bietet keine besonderen Schwierigkeiten. Was man aber nicht vergessen sollte, ist dass man wegen den losliegenden Steinen unbedingt einen Helm tragen muss, vor allem wenn obenstehende Seilschaften sich im Auf- oder Abstieg befinden. Wir genossen eine lange Gipfelrast und waren vollends zufrieden. Wir waren bei Weitem nicht die Einzigen und teilten uns den Gipfel mit mehreren anderen Seilschaften. Eine Stunde später stiegen wieder runter, diesmal zur Keschhütte. Das Wetter war perfekt, kein Wölkchen am Himmel. Wir stillten den Durst mit Panaché und den Hunger mit Rösti und Kuchen und hatten die Piz Kesch-Kulisse stets vor Augen. Abstieg folgte am späteren Nachmittag nach Chants.

Fazit: Es war eine sehr schöne kombinierte einfache Hochtour in traumhafter Umgebung. Schwierigkeit: WS.
30.08.2009