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Zwelfer (NW, 2135m)
Bild: Aufstieg - Querung zwischen 1. und 2. Band bis Bildmitte



Wir starteten zu dritt in Niederrickenbach. Dem Bergportal Hikr.org sei Dank, dass ich und Leni Andi alias Sputnik für diese originelle Tour begleiten durfte. Der Zwelfer ist nicht einmal im SAC-Voralpen Führer beschrieben, sodass wir nicht wussten, was uns erwarten würde. Der erste Teil bis Brändlisboden war einfaches T1-Gelände. Weglos teils im Wald gelangten wir unter das Felsband des Zwelfers. Wir fragten uns, wo dieses Band wohl einen Einschnitt haben sollte, um auf den breiten Grasrücken zu gelangen. Nach etwas Suchen fanden wir ihn. Es ging links herum, bis wir im T5 durch das steile felsdurchsetzte Grasgelände hochkraxeln konnten. Achtung: Das Gelände ist sehr brüchig und ein Fehltritt absolut verboten. Die restlichen 400 Höhenmeter waren auf dem breiten Rücken zu absolvieren, bis wir uns gegenseitig zum Gipfel gratulieren konnten. Die Distanz täuschte ziemlich, brauchten wir für diesen Teil nochmals eine Stunde. Nach dem verdienten Rast gings wieder auf dem selben Weg runter. Der Abstieg ist bekanntlich schwieriger als der Aufstieg, so dass bei der Schlüsselstelle nochmals volle Konzentraion angesagt war. Wir liessen auch einiges an Stein- und Grasmaterial runter. Nach dem Abstieg querten wir rüber zum Elfer. Siehe dazu seperaten Bericht. Fazit: Der Zwelfer wird wohl sehr selten besucht. Schon nur die Gesteinsbrocken und Grasbüschel, die wir hinunterwarfen, wären vermutlich bei höherer Frequenzzahl schon lange nicht mehr am Platz gewesen. Die Tour ist sehr abwechslungsreich und die Schlüsselstelle erfordert alpine Wanderkenntnisse, um im brüchigen Gelände immer die Übersicht zu behalten. Schwierigkeit: T5+.
14.06.2008