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Schluchberg (NW/OW, 2106m)
Bild: Abstieg vom Gipfel



Vom Gräfimattnollen geht man logischerweise über den Gräfimattstand, welcher auf dem Grat sehr flach erscheint. Danach folgt das Highlight der Tour - der Schingrat. Dieser kann aber auch auf dem Bergweg umgangen werden. Zu Beginn muss gleich einen Turm erklettert werden (T6, II). Dieser ist zum Teil brüchig und man darf sich nicht an jedem Stein festhalten. Trotzdem hatte es uns Spass gemacht. Der Abstieg am Ende des Schingrates war auch ziemlich interessant. Viele lose Steine und steiles Grat erforderte genügend Vorsicht.
Das nächste Ziel nach dem Schingrat war der Schluchberg. Die Schneeresten machten den Aufstieg etwas schwieriger. Von der Normalroute (T3-T4) mussten wir etwas abweichen, was uns für gut zwei Meter eine Klettereinlage aufbrummte (T5). Der Abstieg vom Schluchberg im sogenannten Wagenleis war meiner Ansicht nach der heikelste Teil der Tour. Erstens haben sie die Brücke wieder demontiert und zweitens stand in der Scharte einen ekligen unterhöhlten Schneeblock im Weg. Wir mussten im rutschigen steilen Gras gut zwei Meter absteigen um den Block zu umgehen. Nachher durften wir wieder hochklettern, bis wir zum Beginn des Stahlseils gelangten (T6, II) Auf dem Schluchigrat stiegen wir dann direkt hinunter zur Seilbahnstation Eggen. Gewitterzellen waren in der Ferne vorhanden. Wir hatten Glück und kamen trocken bis zur Seilbahnstation. Fazit: Coole Tour, bei der man auch zum Kraxeln kam. Schwierigkeit: T6 mit Schingrat, T4+ beim Wagenleis.
24.05.2008