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Tödi (GL/GR, 3614m)
Bild: Blick zum Glarner Tödi



Ein Traum ging für mich in Erfüllung. Der Gipfel des Tödis musste jedoch zuerst hart erarbeitet werden. Zu dritt starteten wir in Tierfehd mit einer Wanderung bis auf ca. 1000 m. Das wilde Tal war ziemlich lang. Erst bei Hintersand begann es mit der wirklichen Steigung. Nach gut fünf Stunden gelangten wir zu unserem Tagesziel, den Fridolinshütten. Der Gipfelaufstieg am nächsten Tag war ebenfalls lang und schweisstreibend. Über den verschrundeten, aber gut zugedeckten Bifertenfirn stiegen wir bis zum zweiten grösseren Abbruch. Zu Fuss und die Skier "gebuckelt" ging es Schritt für Schritt durch die Schneerus hinauf, welche zum Teil pickelhart war. Durch ein bereits entgegenkommender Fahrer wurden wir mit Eisschlag bombardiert. Dem Helm sei dank, dass ich keinen grösseren Schaden davontrug. Ein anderer Tourengänger hatte etwas weniger Glück und musste sich mit einer Platzwunde an der Stirn behandeln. Die Schneerus war zugleich die Schlüsselstelle der Tour. Oben wurde es sanfter, jedoch die Länge und die brutale Hitze setzte zu. Auf dem Gipfel des Tödis war ich froh über das erreichte Ziel. Wieviel Liter hatte ich wohl an diesem Tag geschwitzt? Der Tödi wartete jedoch mit einer noch kaum gesehenen Aussicht auf die Alpen auf. Es war einfach fantastisch! Auch die Abfahrt wies erstaunlich gute Verhältnisse von Pulver bis Sulz auf. Diese Skihochtour war ein voller Erfolg und auch deswegen, weil wir unverletzt zurückgekehrt sind. Schwierigkeit: S+.
07.04.2007, Aufstieg ab Tierfehd